Peer Seemann - Partenza
Donnerstag 28. April | 19.30 Uhr
Eintritt 10 €, Studenten 5 €

Mit nordischem Namen – die Canzoni im Blut
Peer Seemann wächst mehrsprachig auf, der Vater deutsch, die Grossmutter französisch, der Onkel italienisch. «Mein deutscher Vater packte den Kofferraum ordentlich mit Verstand. Der Onkel aus Italien warf alles ins Auto, wie es gerade kam und zeigte uns Kindern die Beulen auf dem Kofferraum, die von einer Ralley durch die römische Campagna stammten.» Nord und Süd kommen auch in seinem Album «Partenza» zusammen: «Unterwegs machte ich Songs aus erlebten Geschichten, viele davon im Tessin und in Italien.»

Seemann besucht die Jazzschule St.Gallen, komponiert elektronische Musik und veröffentlicht die CDs  „Die Stadt, der Lärm, mein Kopf“ (1997), «Asphaltfrühling» (1999) und «On y va! remixed» (2002). 2005 erscheint «Vita Chiara» mit einer Mischung von Canzoni und elektronischen Sounds. Der Song «La Valle» läuft auf vielen Schweizer Radiostationen.
Obwohl durchweg auf Italienisch vorgetragen, lassen seine Canzoni die Zuhörer alle Sprachbarrieren vergessen: Geschichten aus zehn Orten, von der Nordsee bis zum Mittelmeer.
Von einem Boxer, der nach San Giovanni Rotondo reist, um fortan in seinen Boxhandschuhen das Bild von Padre Pio aufzubewahren. Von einem Schokoladenkönig aus dem Val di Blenio, der in seiner Fabrik mittlerweile von einem DJ abgelöst wird, welcher ähnliche Klänge produziert wie zuvor die stählernen Kakaowalzen. Ein Käser bleibt alleine auf einer felsigen Insel zurück, wo nur Gott Poseidon aufs Meer schaut. Er exportiert seinen Feta nach Saloniki. Von einem Gastarbeiter – er hat Sehnsucht nach Benevento.

Peer Seemann ist nicht nur ein Kuriosum, sondern auch als Cantautore ein echter Geheimtipp, der seinen Kollegen mit italienischem Pass in nichts nachsteht.

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